Partnerschaften machen uns stark
Der Juni ist für den Sommer, was der Dezember für den Winter ist: irgendwie der Höhepunkt. Sommerempfänge und Grillfeste, Zeugnisse für die meisten Schülerinnen und Schüler (und wenn die Chemienote „gut“ oder besser ausfällt, darf der Belohnungsfaktor gern verdoppelt werden), die erste Hitzewelle ist da und noch angenehm, aber jede weitere wird immer unerträglicher, in Berlin will man vor der Sommerpause noch einmal richtig etwas schaffen. Sprich: Es ist einiges los!
Nicht auf alles können wir beim VAA Einfluss nehmen. Die Begeisterung für Wasserstoffbrückenbindungen und Katalysatoren muss schon in der Schule entwickelt werden. Andere Bereiche versuchen wir dennoch intensiv zu bearbeiten, oftmals im Schulterschluss mit unseren Partnern. So ist es derzeit im weiten Feld der Sozialpolitik. Gemeinsam mit der ULA, unserem Dachverband, stemmen wir uns gegen Maßnahmen, die bedeutende Einschnitte für Fach- und Führungskräfte bedeuten. Da wäre zum Beispiel die einmalige Sonderanhebung der Beitragsbemessungsgrenze für die gesetzliche Krankenversicherung. Das betrifft nicht allein unsere Chemie- und Pharmabranche, sondern alle hart arbeitenden Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Die gerade veröffentlichten Vorschläge der Rentenkommission bewerten wir ebenfalls und werden zeitnah gemeinsam Stellung nehmen.
An dieser Stelle möchte ich noch Glückwünsche nach Berlin zur ULA senden. Sie haben im Mai ihr 75-jähriges Jubiläum gefeiert. Als Gründungsmitglied mit dabei: der VAA. Diese Konsistenz in der Interessenvertretung ist enorm wichtig, weil sie Vertrauen ermöglicht.
Jubiläen gibt es darüber hinaus auch in Brüssel zu feiern. Die FECCIA begeht 2026 ihr 70-jähriges Jubiläum. Zum Festakt kamen neben der Europäischen Kommission auch die ECEG, Sozialpartner auf europäischer Ebene der Europäischen Chemie- und Pharmaindustrie. Neben Glückwünschen und Rückblicken wurde auch der Wunsch formuliert, zukünftig auch jenseits von Projekten aktiver in die Brüsseler Prozesse einzugreifen. Ein Ansatz, den der VAA definitiv unterstützt, denn kein europäisches Land kann die globalen Herausforderungen allein bewältigen.
Im Newsletter haben wir diesmal wichtige Kennzahlen aufbereitet: Es geht um die Einkommensumfrage. Und in der Urteilsbesprechung geht es dieses Mal um Aufschlussfristen bei fristlosen Kündigungen.
Ich wünsche eine gute Lektüre. Kommen Sie durch die Hitzewelle und diesen Sommer.
Stephan Gilow
Hauptgeschäftsführer des VAA









