Leistung braucht Rückendeckung
Wer Verantwortung übernimmt, braucht verlässliche Rahmenbedingungen. Das gilt für die Arbeit, im Ehrenamt – überall dort, wo Engagement notwendig ist! Leider werden Verantwortung und Leistung derzeit, man muss es drastisch formulieren, torpediert, nicht gestärkt.
In den Unternehmen erleben viele Fach- und Führungskräfte, wie globale Zwänge, die grüne und digitale Transformation, Restrukturierungsbemühungen und Krisen die Planbarkeit und Jobsicherheit einschränken. Gleichzeitig braucht gute Führung psychologische Sicherheit: Wer langfristig denken, Entscheidungen treffen und Teams durch Unsicherheit führen soll, kann das nur, wenn nicht gleichzeitig die eigene Verwundbarkeit im Blick bleiben muss. Führungspositionen müssen attraktiv bleiben – nicht riskanter werden. Da helfen Fantasien vom abgeschafften Kündigungsschutz ab einer bestimmten Einkommenshöhe nicht. Denn wer Spitzenkräfte destabilisiert, schwächt den Standort Deutschland.
Auf anderer politischer Bühne sehen wir dasselbe Muster von zu kurz gedachtem Aktionismus: Der Regierungsentwurf zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz sieht eine sprunghafte Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze um 300 Euro monatlich vor: Das soll zusätzlich zu den bereits deutlich gestiegenen Grenzen vom Januar 2026 geschehen. Auch hier zeigt sich: Wer Leistung bringt und Verantwortung übernimmt, dafür fair entlohnt wird, soll überproportional belastet werden. Das ist strukturell falsch und konjunkturell fatal. Gemeinsam mit unserem Dachverband ULA haben wir klar Position bezogen.
Der VAA, das möchte ich aufs Deutlichste versichern, stemmt sich dagegen. Für faire Rahmenbedingungen und Honorierung von Leistung.
Dr. Birgit Schwab
1. Vorsitzende des VAA









