Hitze bei der Arbeit: Schutzpflicht des Arbeitgebers

Bereits im Juni ist dieses Jahr die erste Hitzewelle mit Temperaturen über 35 Grad Celsius durch Deutschland gerollt. Nun steht die nächste Hitzewelle bevor. Da stellt sich die Frage: Was müssen Arbeitgeber tun, um ihre Mitarbeiter vor übermäßiger Hitze am Arbeitsplatz zu schützen?

Übersteigt die Temperatur in den Arbeitsräumen trotz geeigneter Schutzmaßnahmen die 26-Grad-Marke, sollen Arbeitgeber zusätzliche Maßnahmen wie die Reduzierung des Einsatzes elektrischer Geräte, die Lockerung der Bekleidungsregeln oder die Bereitstellung geeigneter Getränke ergreifen. Bei gesundheitlich vorbelasteten Menschen und besonders schutzbedürftigen Beschäftigten wie Jugendlichen, Älteren und Schwangeren muss bereits in diesem Temperaturbereich auch auf eine mögliche Gesundheitsgefährdung geachtet werden.

„Bei einer Raumtemperatur von mehr als 30 Grad wird aus dieser Sollvorschrift eine Handlungspflicht des Arbeitgebers, er muss dann also entsprechende Maßnahmen ergreifen“, so Arbeitsrechtsexperte Kronisch. Ab der Schwelle von 35 Grad Raumtemperatur ist ein Arbeitsraum schließlich als solcher nicht mehr geeignet, wenn nicht Maßnahmen wie Luftduschen, Entwärmungsphasen, Pausen oder Schutzausrüstung eingesetzt werden.

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