BASF-Sprecherausschuss-Symposium: Pandemie beschleunigt Veränderung der Führungskultur

„Corona hat die Weltgemeinschaft aufgerüttelt und die Politik durchgeschüttelt. Und Corona hat die Veränderung unserer Führungskultur beschleunigt. Wie stark wurden wir Führungskräfte von dieser Herausforderung gefordert und was bedeuten diese Veränderungen für unsere Führungsstile?“ Mit diesen Worten eröffnete der Vorsitzende Rainer Nachtrab das Symposium des Sprecherausschusses der BASF SE, zu dem eine Reihe prominenter Redner erschienen war. Allen voran Dr. Melanie Maas-Brunner, Mitglied des Vorstands der BASF SE, Arbeitsdirektorin und Standortleiterin Ludwigshafen, sowie Dr. Frank Heinricht, Vorsitzender des Vorstands der Schott AG. Aufgrund der Hygieneregeln konnten nicht alle Teilnehmer persönlich ins Konferenzzentrum der BASF kommen, sondern nahmen digital an der Veranstaltung teil.

Für Maas-Brunner sind die Fähigkeit zur schnellen und flexiblen Reaktion wichtig und die Fähigkeit, den Mitarbeitern einen Vertrauensvorschuss geben zu können – und dies immer auf der Basis eines klugen Pragmatismus. Krisen seien immer auch Chancen zur Veränderung. Man müsse sich fragen: „Was haben wir zusammen gestemmt, trotz der widrigen Umstände? Was können wir aus den Erfahrungen der Pandemie lernen?“ Frank Heinricht schlug vor, keine abstrakten Pandemiepläne, sondern ein Pandemietagebuch zu schreiben, in dem festgehalten würde, was jeden Tag konkret gemacht wurde. Er ist ein Verfechter des dezentralen Ansatzes: Den vielen Standorten solle man nur basic rules geben und ansonsten freie Hand bei der Bewältigung der Herausforderungen lassen. BASF-Sprecherausschussmitglied Dr. Mark Heider fragte, ob es Führungskräfte in nicht börsennotierten Unternehmen in Krisenzeiten leichter hätten, was Frank Heinricht verneinte.

Den Mitgliedern des Sprecherausschusses Franz Obermayer und Harald Beutel wurde für den eindrucksvollen Einsatz gedankt, der erst die Planung und Durchführung dieses Symposiums möglich machte. Rainer Nachtrab gab sich überzeugt, dass viele der großen Krisen auf der Welt mit Vertrauensverlust zu tun haben. Einem Vertrauensverlust in die Fähigkeiten und Kompetenzen, aber auch in die Integrität der verantwortlichen Chefs. An den Ergebnissen der VAA-Befindlichkeitsumfrage sei aber deutlich zu erkennen, dass die Vorstände der BASF und von Schott das Vertrauen ihrer Führungskräfte erhalten konnten.

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