Konjunktur: Nach dem Aufschwung ist vor dem Aufschwung

Ein konkurrenzfähiges Lohnniveau ist der einzige Weg, die Fachkräfte anzuwerben und zu binden, die in der deutschen Industrie in Zukunft mehr denn je gebraucht werden. Abschwünge sind innerhalb der Zyklen der konjunkturellen Entwicklung völlig normal – und sie aufzufangen und zu managen, ist zuvorderst die Aufgabe der Unternehmen. Wenn der Abschwung zur Rezession wird, ist zusätzlich die Politik gefordert. Damit es soweit nicht erst kommt, können vorbeugende Maßnahmen wie eine erleichterte Nutzung der Kurzarbeit hilfreich sein.

Vor allem aber gilt es, gerade jetzt die Belegschaften und ihre Arbeitsplätze durch kluge und ambitionierte Investitionen in Aus- und Weiterbildung zukunftsfest zu machen. Die nationale Weiterbildungsstrategie von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil ist dafür ein guter erster Schritt, wird allein aber nicht ausreichen. Wenn jedoch alle Akteure unseres Wirtschaftssystems – Politik, Unternehmen und Arbeitnehmer – diese Aufgabe gemeinsam anpacken, kann die Industrie in Deutschland den konjunkturellen Abschwung unbeschadet überstehen und wird im anschließenden Aufschwung wieder ihre Stärken ausspielen können.

Gerhard Kronisch, Hauptgeschäftsführer des VAA

Gerhard Kronisch

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