Befindlichkeitsumfrage 2020: Führungskräfte stehen in der Krise hinter ihren Unternehmen

Die große Mehrheit der Führungskräfte in der deutschen Chemie- und Pharmabranche blickt während der COVID-19-Pandemie mit Wohlwollen auf die Personalpolitik der Unternehmen. Das zeigt die diesjährige Befindlichkeitsumfrage des VAA. Mit einer Ausnahme erhalten alle Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr gleichbleibende oder verbesserte Bewertungen. Covestro verteidigt erneut seine Spitzenposition im Ranking der Personalpolitik, wie im Vorjahr gefolgt vom Mainzer Glaskonzern Schott.

Über alle teilnehmenden Unternehmen hinweg wurde erneut die Qualität der Personalentwicklung am deutlichsten kritisiert. Hier vergaben die Teilnehmer im Schnitt die Schulnote 3,7. Auch die Kommunikation der Karrierechancen (3,6) und die Ehrlichkeit der Zielvereinbarungssysteme (3,5) ruft die deutliche Kritik der Fach- und Führungskräfte hervor. Besonders positiv bewertet wurden dagegen die Information über die Geschäfts-strategien der Unternehmen (Durchschnittsnote 2,1), die Ausgestaltung der Sozialleistungen (2,2) und das seltene Auftreten von Mobbingfällen (2,3).

Die jährliche VAA-Befindlichkeitsumfrage wurde 2020 zum 19. Mal durchgeführt. An der Befindlichkeitsumfrage beteiligten sich von Mitte April bis Mitte Mai mehr als 3.000 Personen.

 

CareFlex Chemie: VAA appelliert an Arbeitgeber
Am 1. Juli 2021 startet für die Tarifbeschäftigten der Chemie- und Pharmabranche die arbeitgeberfinanzierte Pflegezusatzversicherung „CareFlex Chemie“, die als Teil des letzten Tarifabschlusses vereinbart wurde. Der Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVC) und die Industriegewerkschaft Bergbau Chemie Energie (IG BCE) führen derzeit eine bundesweite Informationskampagne dazu durch. VAA-Hauptgeschäftsführer Gerhard Kronisch nimmt die Kampagne zum Anlass, einen Appell an die unter dem Dach des BAVC organisierten Arbeitgeber zu richten: „Die Arbeitgeber sollten von der Möglichkeit Gebrauch machen, allen Beschäftigten – also auch den außertariflichen und leitenden Angestellten – Zugang zur Pflegezusatzversicherung zu gewähren. Das Beispiel BASF zeigt, dass dies unbürokratisch von der Arbeitgeberseite entschieden werden kann und dafür keine komplizierten Aushandlungsprozesse nötig sind.“ Der VAA hatte der IG BCE im Vorfeld der Tarifverhandlungen vorgeschlagen, gemeinsam einen entsprechenden Flächentarifvertrag abzuschließen, damit alle Arbeitnehmer automatisch in den Genuss der Pflegezusatzversicherung kommen. Diesen Vorschlag hatte die IG BCE jedoch abgelehnt.



 

 

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