Welthandel: Europäische Einigkeit und faire Wohlstandverteilung

Nur so kann Europa als Wirtschaftsmacht in Handelsfragen auf Augenhöhe mit den USA und China agieren. Im Europäischen Wirtschaftsraum, der wirtschaftsstärksten Freihandelszone der Welt, vollzieht sich fast die Hälfte des Welthandels. Die EU muss diese Stärke selbstbewusst ausspielen.

Denn Europa wird seinen Wohlstand in Zukunft nur aufrechterhalten können, wenn wir weiterhin von den ökonomischen Vorteilen einer globalisierten Weltwirtschaft profitieren können. Politische Rückendeckung für eine selbstbewusste Handelspolitik wird die EU jedoch nur bekommen, wenn in ihren Mitgliedstaaten gesellschaftlicher Konsens darüber besteht, dass internationale Arbeitsteilung tatsächlich wirtschaftlich vorteilhaft ist und Protektionismus und Isolationismus mittelfristig den Menschen schaden. Und dieser Konsens lässt sich nur herbeiführen und aufrechterhalten, wenn die Gewinne aus der Globalisierung möglichst fair verteilt werden und nicht steueroptimiert in den Taschen der Aktionäre einiger Großkonzerne verschwinden. Deutschland hat mit seinem System der Mitbestimmung dafür einen Weg gefunden, den es zu verteidigen und auszubauen gilt.

Gerhard Kronisch, Hauptgeschäftsführer des VAA

Gerhard Kronisch

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