Standortsicherung durch Grüne Gentechnik

Die Grüne Gentechnik wird kontrovers diskutiert. Dabei ist klar: Die Bedeutung der Pflanzenzüchtung wird in Zukunft sogar noch zunehmen. Wenn es um die Standortsicherung für Spitzenforschung geht, ist die gegenwärtige Haltung der Politik wenig hilfrei

Dies bedeutet, dass es mal zu einer positiven und mal zu einer negativen Entscheidung kommen kann. Fragen wie die Zulassung von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) sind auch politische Fragen. Ich würde mir wünschen, dass Politiker sich deutlich dazu bekennen, wenn sie eine Entscheidung aus politischen Abwägungen treffen. Aber: Wenn Entscheidungen über die Zulassung eines Produkts wie Amflora 13 Jahre dauern, gehe ich davon aus, dass dies Auswirkungen auf andere Entscheidungsprozesse hat. Auch wenn Firmen bisher ihre Gentechnikforschung nicht aus Deutschland abgezogen haben, so ist es in wahrscheinlicher Weise zu weniger Expansion gekommen. Die Gründung neuer und kleiner technologiebasierter Unternehmen ist kaum noch attraktiv. So wird der Arbeitsmarkt für Nachwuchswissenschaftler negativ beeinflusst. Die gegenwärtige Haltung der Politik zur Grünen Gentechnik ist wenig hilfreich, wenn man Spitzenforscher aus dem Bereich der pflanzlichen Gentechnologie rekrutieren möchte. So entwickeln sich mit der Zeit Standortnachteile, die nicht leicht zu reversieren sein werden.

Kostensenkungen durch Transparenz

Ich bin ein Befürworter einer wesentlich konsequenteren Kennzeichnung. Das betrifft nicht nur Lebensmittel, die GVO-Material enthalten, sondern auch in differenzierter Weise Produkte, bei deren Herstellung und Produktkette Gentechnik zum Einsatz gekommen ist. Dann lernt der Verbraucher, wo die neue Technologie tatsachlich zum Einsatz gekommen ist. Nur so kann der Verbraucher Entscheidungen zu seinem Kaufverhalten treffen. Ich vermute auch, dass eine transparente Kennzeichnung Druck darauf ausüben wird, Kostensenkungen, die dank der Technologie entstehen, an den Verbraucher weiterzugegeben.

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