Klimaschutz: Globale Verbindlichkeit statt sinnloser Sonderwege

Dass sich auf der UN-Klimakonferenz in Lima alle Länder bereiterklärt haben, ihre eigenen Beiträge zum Klimaschutz zu prüfen, ist deshalb zwar ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Ein Erfolg für das Weltklima wird daraus jedoch nur werden, wenn auf der Konferenz in Paris im kommenden Jahr auf ebenso breiter Basis verbindliche Klimaschutzmaßnahmen beschlossen werden.

Bis dahin gilt es also, die Bereitschaft der Schwellen- und Entwicklungsländer zum Beschluss konkreter und verbindlicher Maßnahmen durch Unterstützungsprogramme zu fördern und mit politischem Druck zu fordern. Keine Aussicht auf Erfolg haben hingegen einseitige nationale oder regionale Sonderwege. Eine Verschärfung des Emissionshandels in der Europäischen Union etwa, wie sie von den Staats- und Regierungschefs vor einigen Monaten beschlossen wurde, könnte mittelfristig eine Deckelung oder sogar zu eine Rückführung der Chemieproduktion in Europa zur Folge haben. Das würde nicht nur Arbeitsplätze kosten, sondern am Ende dazu führen, dass die Produktion in Regionen mit deutlich niedrigeren Umweltstandards abwandert. Die naive Hoffnung, Europas Wettbewerber in der globalisierten Weltwirtschaft würden dem gut gemeinten Beispiel schon rechtzeitig folgen, kann sich weder der europäische Wirtschaftsstandort noch der globale Klimaschutz leisten.

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