Kleine Unterschiede, großer Effekt

die Nano-Technologie. Forschung und Industrie in Deutschland marschieren in diesem Bereich vorne weg. Nano-strukturierte Pulver von Metalloxiden, Nano-strukturierte Silikate, Fullerene und Kohlenstoffnanoröhren, organische Makromoleküle, wie Dendrimere oder Cyclodextrine, organische Halbleiter sowie Quantenpunkte, all dies sind Stoffe und Materialien, für die nach seriösen Schätzungen der Weltmarkt wächst.

Ob die im Wesentlichen vor der Wirtschaftskrise gemachte Prognose von Freedonia noch eintrifft, wonach sich das Weltmarktvolumen von Nano-Materialien von etwa einer Milliarde US-Dollar in 2006 auf über vier Milliarden US-Dollar im Jahr 2011 vervierfachen soll, muss sich zeigen.

Noch verheißungsvoller liest es sich, wenn im Bereich der Nano-Medizin ein Wachstum für realistisch gehalten wird, bei dem der Weltmarkt im Jahr 2006 von 8 Milliarden US-Dollar auf ein Volumen von 119 Milliarden US-Dollar im Jahr 2021 ansteigen soll. Würde sich diese Prognose trotz der Krise bewahrheiten, könnte man in diesem Sektor mit jährlichen Wachstumsraten von etwa 20 Prozent rechnen. Diese Perspektiven lassen aufhorchen. Denn die Gesundheitswirtschaft ist heute einer der größten Teilmärkte der deutschen Volkswirtschaft: Rund 4,4 Millionen Menschen verdienen dort ihr Brot.

Bei Zukunftstechnologien sollten alle sich bietenden Chancen ergriffen werden. Das wird zu den zentralen Aufgaben einer künftigen Regierung gehören, sobald sich der unvermeidliche Theaterdonner des Wahlkampfs verzogen hat. Greifbare Ziele und konkrete Pläne können jedenfalls im Feld der Forschungs- und Innovationspolitik allemal Nutzen stiften und Arbeitsplätze sichern.

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Ausgabe August 2015

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